Sterben

Lissy ist Mitte 70 und froh, dass ihr dementer Mann in einem Pflegeheim dahinsiecht. Doch die neu gewonnene Freiheit währt angesichts ihrer eigenen Krankheiten wie Diabetes, Nierenversagen und Krebs und einer beginnenden Erblindung nur kurz. Viel Zeit bleibt auch ihr nicht mehr. Derweil arbeitet ihr Sohn Tom als Dirigent gemeinsam mit seinem depressiven besten Freund Bernard an einem neuen Werk namens „Sterben“. Und der Name der Komposition wird fortan zum Programm seines eigenen Lebens. Seine Ex-Freundin Liv macht Tom kurzerhand zum Ersatzvater ihres Kindes, das auch sein eigenes hätte sein können. Ellen, Toms Schwester, lässt sich unterdessen auf eine Affäre mit dem Zahnarzt Sebastian ein. Die beiden eint vor allem die Liebe zum Alkohol. Ellen will nicht mit dem Strom schwimmen und wählt stattdessen den Rausch. Doch alles hat seinen Preis. Und Glück ist auch etwas anderes. Ausgerechnet der Tod zwingt alle Teile dieser dysfunktionalen Familie, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen.